
Die Geschichte von Haus Wischlingen
Die Geschichte von Haus Wischlingen reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Als eines der ältesten Rittergüter Dortmunds hat es die Entwicklung der Region über Jahrhunderte hinweg mitgeprägt.
Die Anfänge: Familie de Wischele
Erstmals urkundlich erwähnt wird das Gut im 13. Jahrhundert als Sitz der Adelsfamilie de Wischele (auch: von Wischeling). Der Name leitet sich vermutlich vom althochdeutschen Wort für „Wiese” ab – ein Hinweis auf die feuchte Auenlandschaft, in der das Gut lag.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Rittergut mehrfach den Besitzer. Bedeutende Familien wie die von Sydow prägten die Geschichte des Anwesens.
Erster protestantischer Gottesdienst in Westfalen
Ein besonderes Kapitel in der Geschichte von Haus Wischlingen: Hier fand einer der ersten protestantischen Gottesdienste in Westfalen statt. Dieser historische Moment macht den Ort zu einem bedeutenden Zeugnis der Reformationsgeschichte in der Region.
Der Abriss 1903
Im Jahr 1903 wurde das Hauptgebäude des Ritterguts abgerissen. Glücklicherweise blieb die Fachwerkkapelle von 1783 erhalten – sie ist heute das einzige sichtbare Überbleibsel des einstigen Adelssitzes und steht unter Denkmalschutz.

Vom Rittergut zum Revierpark
In den 1970er Jahren wurde das Gelände Teil des neu angelegten Revierpark Wischlingen, einem der fünf Revierparks im Ruhrgebiet. Die Kapelle wurde restauriert und dient heute als standesamtliche Trauungsstätte.

