Haus Wischlingen 1858, Lithografie von Alexander Duncker

Geschichte

Haus Wischlingen 1858, Lithografie von Alexander Duncker
Haus Wischlingen, 1858. Lithografie: Alexander Duncker. Gemeinfrei.

Die Geschichte von Haus Wischlingen

Die Geschichte von Haus Wischlingen reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Als eines der ältesten Rittergüter Dortmunds hat es die Entwicklung der Region über Jahrhunderte hinweg mitgeprägt.

Die Anfänge: Familie de Wischele

Erstmals urkundlich erwähnt wird das Gut im 13. Jahrhundert als Sitz der Adelsfamilie de Wischele (auch: von Wischeling). Der Name leitet sich vermutlich vom althochdeutschen Wort für „Wiese” ab – ein Hinweis auf die feuchte Auenlandschaft, in der das Gut lag.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Rittergut mehrfach den Besitzer. Bedeutende Familien wie die von Sydow prägten die Geschichte des Anwesens.

Erster protestantischer Gottesdienst in Westfalen

Ein besonderes Kapitel in der Geschichte von Haus Wischlingen: Hier fand einer der ersten protestantischen Gottesdienste in Westfalen statt. Dieser historische Moment macht den Ort zu einem bedeutenden Zeugnis der Reformationsgeschichte in der Region.

Der Abriss 1903

Im Jahr 1903 wurde das Hauptgebäude des Ritterguts abgerissen. Glücklicherweise blieb die Fachwerkkapelle von 1783 erhalten – sie ist heute das einzige sichtbare Überbleibsel des einstigen Adelssitzes und steht unter Denkmalschutz.

Rittergut Wischlingen - Historische Darstellung
Historische Darstellung des Ritterguts Wischlingen. Gemeinfrei.

Vom Rittergut zum Revierpark

In den 1970er Jahren wurde das Gelände Teil des neu angelegten Revierpark Wischlingen, einem der fünf Revierparks im Ruhrgebiet. Die Kapelle wurde restauriert und dient heute als standesamtliche Trauungsstätte.

Historische Karte von Haus Wischlingen, 1858
Historische Karte von Haus Wischlingen, 1858. Gemeinfrei.
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